Montessori Pädagogik

 

 

 

 

Maria Montessori

Maria Montessori (1870 - 1952), eine italienische Ärztin, war Anfang letzten Jahrhunderts ihrer Zeit weit voraus. Sie hat während ihrer Arbeit vor allem mit sozial benachteiligten Kindern in Rom noch heute gültige und von den Neurowissenschaften umfassend bestätigte Erkenntnisse gewonnen.

 

Die besten Methoden sind diejenigen, die beim Schüler ein Maximum an Interesse hervorrufen, die ihm die Möglichkeit geben, allein zu arbeiten, selbst seine Erfahrungen zu machen und die erlauben, die Studien mit dem praktischen Leben abzuwechseln.[…]

Außerdem muss man denen, die zu arbeiten wünschen, die Möglichkeit lassen, das von den offiziellen Vorschriften geforderte Niveau zu erreichen oder sogar zu überschreiten. Diese Schule […] muss während der letzten zwei Jahre den Schülern helfen, zum Universitätsstudium reif zu werden oder die Examina zu machen, die zur Erlangung von Diplomen notwendig sind.“

  Maria Montessori
  [aus: Von der Kindheit zur Jugend, abgedruckt in:Maria Montessori, „Kosmische Erziehung“, herausgegeben und eingeleitet von Paul Oswald und Günter Schulz-Benesch, Freiburg i.B. 1988, S. 154f.]
 

 

 Dabei ging sie neue Wege: Als Naturwissenschaftlerin beobachtete sie die Kinder, in ihrer Art zu lernen,  was sie wann und wie am besten lernten, verglich diese Beobachtungen mit ihrem fundierten Wissen und formte daraus über die Jahre ihr sowohl wissenschaftlich  wie auch erfahrungsbasiertes Konzept. Dabei betonte sie, dass ihrer Methode keine Theorie zugrunde liegt sondern nur die reine Beobachtung der Kinder. "Ich möchte das Kind in den Mittelpunkt stellen." war eine der Maxime Maria Montessoris, eine andere "Hilf mir, es selbst zu tun".

 

Heute haben die Neurowissenschaften es belegt: In den Jugendjahren wird das menschliche Gehirn noch einmal komplett umgebaut. Reines Pauken trockenen Lernstoffes ohne Einbindung in die mehr oder weniger bewusste Erfahrung ist in dieser Zeit sehr erschwert und nicht sinnvoll. Das Gehirn braucht Erfahrungen, auch und vor allem sozialer Art (der Mensch lernt während dieser Entwicklungszeit nahezu ausschließlich über und in Beziehungen), um sich optimal entwickeln zu können. Maria Montessori hat dem schon vor über 60 Jahren mit ihrem Erdkinderplan Rechnung getragen.