Unser Gewässerkurs

 

 

Unsere Montessorischule-Eggenfelden liegt direkt gegenüber dem Lichtlberger Wald, durch den ein hübscher Bach fließt, die Gera. Dieser Bach wird von den Montessori-Kinderhaus-Kindern ebenso geliebt wie von den Primar- Mittelstufen- und Oberstufenschülern. Hier wird gespielt, und im Rahmen von Bachpatenschaften auch gewandert, beobachtet und geforscht.

 

 

 

 

Einige Gewässer unseres Landkreises wurden in den letzten Jahren durch wiederholte Unglücksfälle, wie Gülle-Einleitung, Biogas-“Unfälle“, versehentlich auslaufende Chemikalien usw. so schwer verschmutzt, dass es immer wieder zu einem verheerenden Fischsterben kam.

Jetzt hat sich unsere MOS-Eggenfelden mit dem Fischereiverein Eggenfelden zusammengesetzt, um ein Projekt mit unserer 11. Klasse zu starten: Unsere Schüler werden über einen längeren Zeitraum in regelmäßigen Abständen an vorgegebenen Stellen Wasserproben entnehmen und folgende Komponenten unterschiedlicher Gewässer Situationen dokumentieren und vergleichen: Physikalische Größen wie z.B. Temperatur, Trübungsgrad (Sichttiefe ), Fließgeschwindigkeit, pH-Wert, Leitfähigkeit, Bestimmung der absetzbaren Stoffe (z.B. Sedimentbeobachtung (Veränderung z.B. nach Starkregen) usw. Biologische Komponenten: Die Bestimmung des Saprobienindex nach DIN liefert eine integrale Aussage über die Gewässergüte.

Außerdem wird der Pflanzen- und Uferbewuchs notiert. Die Gewässerkartierung (Flora- Fauna-Bestandsaufnahme) kann dann im Rahmen des Fachpraktikum-Blockes erfolgen. Chemische Messungen: Sauerstoff- , Amonium-, Nitrid-, nitrat-, und Phosphorgehalt des Wassers. Im Rahmen ihres Fachpraktikums können unsere „Umweltpraktikanten“ den Fischereiverein auch in der Gewässerpflege unterstützen, so wie sie es in der Flussmeisterei lernen: Kiesbett richten, Totholz einbringen, Uferpflege und vieles mehr. Die Daten über die Gewässerqualität wollen wir in regelmäßigen Abständen im Lokalteil unserer Zeitung in einer besonderen Sparte veröffentlichen, um die Bevölkerung für den Zustand unserer Bäche zu sensibilisieren. Bisher ackern nämlich die Bauern bis dicht an die Bachufer und schädigen diese regelmäßig. Aber auch die auf den Feldern eingebrachten Herbizide gelangen unbeachtet ins Wasser! 2 mal im Jahr werden unsere „MOS-ler“ dann allen Interessierten „Montis“, vor allem unseren Bachpaten, über ihre Ergebnisse berichten und die jeweilige Erfahrungen mit ihnen austauschen.

 

Am 11. und 12. 11. haben wir mit dem Projekt begonnen: Vorstellung unserer einheimischen Fische und deren Lebensbedürfnisse durch den Jugendwart des Fischeivereins Eggenfelden, Felix Laumer und Einführung in die Messtechniken durch den Gewässerwart Herrn Rakutt. Dann erfolgte eine Gewässergütebestimmungen vor Ort (Gera) und eine chemische Wasseranalyse im Schullabor.

 

 

 

 

2. Wassergütebestimmung am 17. 12. 2013

Ganz schön mutig, das Wasser ist kalt. Aber die Wasserprobe ist geholt. Hier werden Kleinlebewesen (Saprobien) mit dem Kächer gefischt, gezählt und wieder ins Wasser zurück entlassen. Saprobien sind wichtige Fischnahrung und ihre Anzahl erlaubt eine Aussage über die Gewässergüte. Die Wasserproben werden anschließend im Schullabor chemisch analysiert.

 

 

 

 

 

 

 

                                               

             Hier wird von 2 Schülerinnen der Kies aufgelockert, damit  bestimmte    

 Fischarten einen Platz zum Ablaichen finden können